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Mitten im Dorf:
Scheune in Flammen

100 Feuerwehrleute im Einsatz - Fernseher ist implodiert

GROSSENRODE. Ein implodierter Fernseher ist nach ersten Ermittlungen die Ursache für das Feuer, das gestern Morgen für einen Großeinsatz der Feuerwehren in Großenrode gesorgt hat. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden 100 000 Euro.

Laut Polizei hielten sich bei Brandausbruch zwei 13-jährige Kinder in einem Zwischengebäude des Grundstücks Püttenanger 4 auf, in dem ein Jugendraum untergebracht ist.

Die beiden Kinder gaben an, Fernsehen geschaut zu haben, als das Gerät plötzlich mit einem lauten Knall in Brand geraten sei. Die beiden 13-Jährigen konnten sich zwar selbst aus dem Gebäude retten, wurden jedoch zur ambulanten Behandlung mit dem Rettungshubschrauber ins Uni-Klinikum nach Göttingen gebracht. Beide wurden noch gestern nach Hause entlassen. Auch zwei Polizeibeamte und eine Polizeipraktikantin begaben sich vorsorglich wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung in ärztliche Behandlung.

Werkstatt zerstört

Das im Jugendraum entstandene Feuer griff auf eine benachbarte Scheune über, in der unter anderem Stroh gelagert wurde. Eine ebenfalls an den Jugendraum grenzende Werkstatt wurde bei dem Brand komplett zerstört.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte verhindert werden, das in dem eng bebauten Ortskern der Moringer Ortschaft weitere Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auch das zum Gebäudekomplex gehörende Wohnhaus blieb verschont.

Neben der Großenroder Ortsfeuerwehr, der Stützpunktfeuerwehr Moringen und der Feuerwehr des Landkreises Northeim waren die Ortswehren Fredelsloh, Thüdinghausen, Lutterhausen Hardegsen und Nörten-Hardenberg im Einsatz.

Wehrleute hatten bei der Brandbekämpfung mit Druckschwankungen zu kämpfen


Zum Tage

Glück im Unglück - so könnte man den Großbrand in Großenrode kurz und knapp beschreiben - auch wenn die unmittelbar Betroffenen jetzt einen großen Sachschaden zu beklagen haben.

Man darf gar nicht darüber nachdenken, was alles hätte passieren können, wenn die Feuerwehren nicht so schnell gehandelt hätten. Einmal mehr haben Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ihre Zeit geopfert und ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt, um anderen zu helfen. Und sie haben erneut Improvisationstalent bewiesen, als die Wasserversorgung zwischenzeitlich mehrfach zusammenbrach.

Einsätze wie diese zeigen immer wieder, wie wichtig das zum Teil Jahrzehnte lange ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren ist. Und sie zeigen gleichzeitig, dass sich all diejenigen, die immer wieder mal die Diskussion über mögliche Einsparungen in diesem Bereich anregen, lieber zurückhalten sollten.

Ich jedenfalls würde, wenn ich denn einen hätte, den Hut vor den Feuerwehrleuten ziehen.

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Im Inneren

GROSSENRODE. Der durch den Großbrand in Großenrode entstandende Sachschaden wird von der Polizei zwar auf 100 000 Euro geschätzt, dennoch kann man davon sprechen, dass das Ganze relativ glimpflich verlaufen ist. Dieser Ansicht ist auch der Moringer Stadtbrandmeister Rainer Hartmann: "Wir können froh sein, dass wir keinen Wind hatten. Da hätten wir es weitaus schwieriger gehabt, die anderen Gebäude vor den Flammen zu schüzten."

Die Wasserversorgung sei allerdings ein Problem gewesen, sagt der Moringer Feuerwehr-Chef. Zwischenzeitlich sei einfach nicht mehr genügend Wasser in der Leitung gewesen, um den nötigen Druck aufrecht zu erhalten. Hartmann: "Wir haben deshalb mit Tanklöschfahrzeugen einen Pendelverkehr zwischen Großenrode und der Firma Becker in Lütgenrode eingerichtet, da es dort eine geeignete Wasserentnahmestelle gibt." Außerdem habe man auf sämtliche verfügbare Wasserstellen in Großenrode zurückgegriffen, darunter auch Fischteiche und ein Swimmingpool.

Insgesamt zog Hartmann jedoch eine positive Bilanz des Einsatzes und lobte die gute Zusammarbeit aller Beteiligten.(nik)

Quelle: Alle Artikel aus der HNA -Northeim vom 24.09.2010