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Großbrand: Scheune wird vernichtet

120 Feuerwehrleute im Einsatz - Schaden: 100 000 Euro

Nienhagen. Hell erleuchtet war der Himmel am Samstagabend über Nienhagen. Bis nach Moringen waren die Flammen zu sehen, die aus einer Scheune an der Dorfstraße schlugen. Der Großbrand hielt die Feuerwehr die ganze Nacht in Atem. Mit 120 Einsatzkräften waren die Wehren aus Moringen, Northeim, Höckelheim, Lutterbeck und Fredelsloh im Einsatz

Die Brandschützer verhinderten ein Überspringen der Flammen auf das wenige Meter entfernte Wohnhaus und weiterer Stallungen. Die Besitzerin brachte die Pferde aus dem angrenzenden Stall in Sicherheit.

Von allen vier Seiten spritzten die Wehrleute massiv Wasser in die Scheune. Auch von oben wurde Wasser auf die 60 brennenden Stroh- und Heuballen gegeben, denn die beiden Drehleitern der Kreisfeuerwehr und der Stadtfeuerwehr Northeim waren sofort alarmiert worden.

"Das Zusammenspiel der Ortsfeuerwehren und der Drehleitern aus Northeim hat prima geklappt", sagte der Einsatzleiter, Moringens Vize-Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Pfüller. "Ein Manko war die Wasserversorgung", sagte Pfüller. Die Stadtwerke erhöhten zwar den Druck der Wasserleitung, sodass besser hantiert werden konnte. Die Wasserreserven im Ort waren aber fast aufgebraucht: Die große Zisterne war bis auf 25 Prozent und die beiden kleinen Zisternen komplett geleert. Um noch mehr Wasser nach Nienhagen zu bekommen, verlegte die Feuerwehr Schläuche über eine Strecke von 1500 Metern.

Bis zwei Uhr in der Nacht spritzten die Wehrleute Wasser in die Scheune. Die Ortsfeuerwehr Nienhagen übernahm die Brandwache und wurde um 6 Uhr durch die Großenroder Wehr abgelöst. Die musste am Sonntagmorgen noch glimmende Stroh- und Heu-Rundballen auseinanderreißen und löschen.

"Das Wichtigste ist, dass keine Menschen und Tiere verletzt wurden und die Feuerwehr das Überspringen der Flammen auf mein Wohnhaus verhindern konnte", sagte der Eigentümer Lothar Frank, der das schnelle Eingreifen der Feuerwehren und den Einsatz der schnellen Eingreifgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes Northeim lobte.

Die Brandursache stand gestern noch nicht fest. Die Polizei gab den Gesamtschaden mit 100 000 Euro an. Die Dorfstraße in Nienhagen blieb bis Sonntag gesperrt. (zsv)

Quelle: Artikel vom 11.02.2008 aus http://www.hna.de