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23.09.2010, 10:18Uhr

Einsatzstichwort: Am Schmandberge 4 Brand 2 Starke Rauchentwicklung an Scheune

 

Einsatznummer 25029

Einsatzstärke FF Großenrode 1:14 (TSF+Nachrückende)

 

Bericht:

Scheunenkomplex Opfer der Flammen

Am Donnerstag den 23.09.2010 gegen 10:20 Uhr wurden nach Alarmplan für das gegebene Einsatzstichwort (Brand2) die Freiwilligen Feuerwehren der Ortschaften Großenrode und Behrensen über die Sirene und über Funkmeldeempfänger [FME], sowie die Freiwillige Feuerwehr Moringen, die Drehleiter des Landkreises NOM (Stationiert auf der FTZ in Northeim), und ein Rettungswagen zum Eigenschutz der eingesetzten Feuerwehrkräfte über FME alarmiert.

2010-09-23-einsatzskizze

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der FF Großenrode stellte sich die Einsatzstelle nicht als "Am Schmadbderge 4(1)", sondern als "Püttenanger 4", was jedoch aneinandergrenzende Grundsstücke sind, heraus.

Mehrere Räume im Wirtschaftsgebäude (Lagerraum / Werkstatt , Dachboden, und als Treff für Jugendliche genutzter Gebäudeteil) auf dem dortigen Grundstück befand sich zu diesem Zeitpunkt bereist im Vollbrand, vorhandene Fensterscheiben waren zum Teil durch die hohen Temperaturen geborsten, so das die Flammen bereits sichtbar durch die Fenster- und Türöffnungen schlugen.  Es wurde nach erster Lageerkundung umgehend weitere Verstärkung angefordert, und eine Wasserversorgung aus einem Unterfluhydranten (in der Skizze gekennzeichnet als 19) aufgebaut. Die ersten Rohre wurden als Riegelstellung zwischen dem brennenden Objekt und dem nur wenige Zentimeter enfternten Wirtschaftsgebäuden des Grundstückes am Schmandberg 1in Stellung gebracht.

Durch die kurze Zeit später eintreffenden Ortsfeuerwehren Moringen und Behrensen wurden weitere Wasserversorgungstellen ( Feuerlöschwasserzisterne (Z in der Skizze) und Überflurhydrant auf Ø150mm Leitung (Nicht auf der Skizze, ca. 280m von der Einsatzstelle entfernt )) eröffent. Weitere C-Rohre wurden als Riegelstellung zwischen dem Wirtschaft- und dem Wohngebäude Püttenanger 4 in Stellung gebracht. Außerdem wurde die Brandbekämpfung am Wirtschaftsgebäude eingeleitet. Ein Innenagriff im Wirtschaftsgebäude war zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.

Mit dem Eintreffen der weiteren angeforderten Einsatzkräfte wurde die Einsatzstelle in  drei Abschnitte aufgeteilt (Siehe Skizze A+B+C)

Nach erfolgtem Aufbau der Wasserversorgung im Bereich B konnte von dieser Seite aus mit einem Innenangriff begonnen werden. Die Einsatzkräfte drangen über eine Steckleiter in das Obergeschoß (kurzer Pfeil) vor und konnten das so die Löscharbeiten an dem dort lagernden Stroh fortsetzen. Ebenso konnte im Verlauf der Löscharbeiten von dieser Seite auch in die große Scheune vorgedrungen werden und hier die Arbeit der anfänglich aus den Abschnitten A und C arbeitenden Drehleitern beendet werden.

Einzelne Glutnester wurden mit Hilfe einer Wärmebildkammera lokalisiert und geziehlt abgelöscht.

Während die ersten Fahrzeuge bereits mit dem verlasten der benutzen Ausrüstungsteile beschäftigt waren kam es zur Zündung eines neuen Brandherdes in einem bisher nicht betroffenen Spitzboden der Scheune. Dieser konnte allerdings mit den sich noch vor Ort befindenden Rohren schnell gelöscht werden. In dem Spitzboden war eine kleine Menge an losem Stroh gelagert.

Die Löscharbeiten gestalteten sich insgesamt schwierig, da die Versorgung mit Löschwasser aus dem Leitungsnetz wegen der großen Abnahmemengen mehfach zusammenbrach. Aus diesem Grund wurden Tanklöschfahrzeuge aus den umliegenden Statdgebieten alarmiert und zum Wassertransport aus dem ca 5km entfernten Lütgenrode eingesetzt. Dieser Pendelverkehr wurde für die Zeit des Einsatzes beider Drehhleitern fortgeführt.

Gegen 15:45 Uhr konnte für die gesammte Einsatzstelle "Feuer aus" gemeldet werden, so das die letzten noch eingesetzten Kräfte ihre Standorte anlaufen konnten.

Die Ortsfeuerwehren Behrensen und Thüdinghausen über nahmen die erste Brandwache bis 18.00 Uhr. Sie hatten durch nachrückende Kräfte (durch Arbeitsende im Beruf) einige frische Kameraden zur Verfügung . Die Ortswehr Großenode nutzte die kurze Verschaufpause um sich neu zu Ordnen und übernahm planmäßig gegen 18:00 Uhr die Einsatzstelle.

Die Brandwache wurde bis 21.00 Uhr fortgesetz. Danach wurde die Ausrüstung verlastet das Fahrzeug gegen 21:30 Uhr Einsatzbereit am Standort gemeldet.

 

Eingesetzte Kräfte

Direkt an der Brandbekämpdung beteiligt: FF-Großenrode, FF Behrensen, FF Moringen, FF Thüdinghausen, FF Lutterbeck, FF Fredelsloh, FFLutterhausen, FF Northeim,  FF Nörten-Hardenberg, FF Hardegsen, FF Lütgenrode (zum herrichten der Wasserentnahmestelle), Führungskräfte: KBM, AL Ost, AL West,

Insgesamt im Einsatz befunden haben sich : 2x DLK mit Wenderohr, 1x B- und 3xC-Rohr im Abschnitt A; 1x B-Rohr  und 2x C-Rohr im Abschnitt B; 1x B-Rohr und 2xc-Rohr im Abschnitt C

Circa 30 Trupps  mit Atemschutzgeräten waren im Einsatz ( insgesammt 46 Atemschutzträger, einige mehrfach)

Indirekt waren beteiligt: FF Einbeck (DL), FF Voplriehausen (TLF) (beide nachgerückt für alarmierte Wehren zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft)

Dazu war ebenfalls im Einsatz: Rettungsdienst mit  Regel-RTW (JUH), 1x SEG des DRK ; Rettungshubschrauber Crispoph44 aus Göttingen, NEF aus Einbeck.

 

Verletzte Personen:

- Zwei Kinder mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung (hatten sich (laut Pressemitteilung der Polizei) bei Brandausbruch im Jugendtreff aufgehalten und Löschversuche unternommen),
- Ein Atemschutzgerätetreger der Feuerwehr (mit Kreislaufschwäche)
- Zwei Polizeibamte und ein Polizeipraktikant (alle mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung)

 

Bilder zum Einsatz finden sie in userer Gallerie

 


Zugehörige Pressemitteilung der Polizei Northeim:

POL-NOM: Brand einer Scheune

Northeim (ots) - Moringen-Großenrode, Am Schmandberg 4

Donnerstag, 23.9.2010, gegen 10.20 h

(mn) Am heutigen Vormittag teilte die Feuerwehrzentrale Northeim der Polizei mit, dass es im Ortskern von Großenrode zu einem Brand gekommen sei. Derzeit stehe eine Scheune in Brand. Durch die Feuerwehr werde versucht, dass Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Wohngebäude zu verhindern.

Bei Eintreffen der Polizei war die Feuerwehr bereits mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zwei Jugendliche, die sich bei Brandausbruch in einem Zwischengebäude befunden hatten, wurden zur Beobachtung ins Uniklinikum Göttingen eingeliefert. Nach noch nicht bestätigten Ermittlungen könnte in diesem Zwischengebäude ein Fernseher implodiert sein. Ob es sich hierbei um die Brandursache handelt, kann noch nicht abschließend gesagt werden.

Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt 140 Einsatzkräfte vor Ort.

Zwei Polizeibeamte und eine Polizeipraktikantin begaben sich vorsorglich wegen einer möglichen Rauchgasintoxikation in ärztliche Behandlung.

Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.

Es wird nachberichtet.

 

POL-NOM: Brand einer Scheune (Nachtrag und Berichtigung)

Northeim (ots) - Moringen-Großenrode

Donnerstag, 23.09.2010, 10.16 h

(mn) Bei dem brandbetroffenen Gebäuden handelt es sich um das Anwesen Püttenanger 4 in Großenrode. Nach ersten Angaben hielten sich im Zwischengebäude, in dem ein Jugendraum ausgebaut ist, zwei 13jährige Kinder auf und sahen fern. Nach ihren Aussagen den Rettungskräften gegenüber, habe es plötzlich einen Knall gegeben und der Fernsehen sei in Brand geraten. Die Kinder konnten sich selber aus dem Gebäude retten und wurden mit einem Rettungshubschrauber zur ambulanten Behandlung in das Klinikum Göttingen eingeliefert. Mittlerweile wurden sie bereits wieder nach Hause entlassen.

Das Feuer griff auf eine angebaute Scheune über. Eine an den Jugendraum angrenzende Werkstatt wurde durch das Feuer zerstört.

Nach ersten Schätzungen dürfte sich der Schaden auf ca. 100.000 Euro belaufen.