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Tips und Informationen zum sicheren Verhalten bei sommerlichen Temperaturen.

Endlich ist er da, der Sommer. Lange haben wir darauf gewartet, allerdings bringt er auch einige Gefahren mit sich. Hier einmal zusammengefasst wie man sich vor den größten Gefahren schützen kann.

 

Beim Grillen:

  • Einen sicheren, ebenen, festen Standplatz mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Stoffen (5m) auswählen.
  • Bereithalten von Löschmitteln wie Wasser, Feuerlöscher oder Sand.
  • eigendlich selbstverstaändlich: nicht im Wald grillen!
  • vorrangig Feststoffgrillanzünder verswenden. Niemals brennbaren Flüssigkeiten, wie Spiritus o.ä. verwenden! Explosionsgefahr!
  • Kinder beaufsichtigen und vom Grill fern halten.
  • Grillasche erkalten lassen oder löschen und in nichtbrennbaren Abfallbehältern entsorgen.


Im Auto:

 

  • Armaturen, Hutablage und Lenkrad können sich durch Sonneneinstrahlung auf über 70 Grad erhitzen. Hautverbrennungen sind möglich. Deshalb sollten diese Flächen durch ein Tuch, ein Faltpapier oder Aluminiumfolie auf der Scheibe vor der Sonne geschützt werden.
  • Der Bezugsstoff von Kindersitzen kann sich, unter direkter Sonneneinstrahlung, auf Temperaturen über 50 Grad erwärmen. Deshalb sollten Eltern möglichst eine Decke über den Sitz legen, um die direkte Bestrahlung zu vermeiden und mit der Hand die Temperatur prüfen, bevor sie das Kind in den Sitz setzen.
  • Aufgrund ihrer begrenzten körperlichen Belastbarkeit sind Babys und Kleinkinder und Haustiere besonders hitzeanfällig. Darum auch bei kurzen Stopps Kinder und Haustiere auf keinen Fall im heißen Auto lassen. Sonnenstich, Kreislaufkollapse, Bewusstseinsverlust bis hin zum Atemstillstand können die Folge sein. Lebensgefahr!
  • Wer ein allein in einem Fahrzeug sitzendes Kleinkind bemerkt, sollte zunächst einmal nach dem dazugehörigen Fahrer Ausschau halten. Ist dieser nicht umgehend zu finden, muß die Polizei und ggf.der Rettungsdienst informiert weren.
  • In lebensbedrohlichen Situationen wie z.B. Bewusstlosigkeit aber nicht vergessen erste Hilfe zu leisten! Dazu kann es sogar notwendig sein eine Seitenscheibe des Fahrzeuges einzuschlagen, wenn sonst kein Zugang zum Fahrzeuginnenraum möglich ist. Bei einem Kombi vorher neben den Türen auch die Kofferraumklappe kontrollieren!
  • Auch eine Klimaanlage im Auto birgt bei hohen Temperaturen Gefahren. Bei extrem heruntergekühlten Wagen kann es, bei Menschen mit Kreislaufproblemen, zu einem Kollaps führen, wenn sie das Auto verlassen. Die Klimaanlage deshalb nicht auf der höchsten Stufe laufen lassen. Bei elektronisch geregelten Anlagen die Differenz zwischen Außen- und Innentemperatur nicht größer als acht Grad einstellen. Beim Aussteigen aus dem klimatisierten Auto in die Hitze wird der Kreislauf nicht annähernd so strapaziert wie bei stärkerer herunterkühlten Wagen.
  • Spraydosen/Gaskartuschennicht im Wageninneren lagern und vor Sonnenbestrahlung und vor Wärmeeinwirkung über 50° C schützen. Bei übermäßig starker Erhitztung kommt es sonst zum Druckgefäßzerknall!

Im Wald:

Über 90 Prozent der Waldbrände sind auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen. Die Ursachen reichen von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung (zum Beispiel alter Munition aus den Weltkriegen), Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren über brennbarem Untergrund bis zur Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und zur Brandstiftung.

Deshalb:

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe, außer an hierzu ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen!
  • Nicht Rauchen und keine Zigarettenreste fortwerfen! Dies gilt auch für die Autofahrt durch oder entlang eines Waldes!
  • Keine Glasabfälle liegen lassen, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken!
  • Nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken! Der Katalysator eines Kraftfahrzeugs erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen! Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkflächen!
  • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort unter Notruf 112.

Notruf: 112 ist DIE Nummer

Sollte es Trotz aller vorsicht jedoch einmal zu einem Notfall kommen:
Es ist sehr wichtig möglichst alle benötigten Informationen dem Einsatzleit-Disponenten mitzuteilen.

 

Folgendes Muster hat sich durchsgesetzt:

  • Was ist passiert?
    Umschreiben Sie das Ereignis bitte in kurzen prägnanten Stichworten, z.B. Feuer (was brennt? Sind noch Personen im Gebäude vermisst?), Verkehrsunfall (Personen eingeklemmt?), bewußtlose Person, usw.
  • Wo ist es passiert
    Ortsangabe - Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer und ergänzende Angaben. (Bei Notruf über Mobiltelefon bitte auch den Landkreis mit angeben da der Notruf evtl. in der Leitstelle eines anderen Landkreises auflaufen kann. )
    Sie sind am Unfallort fremd? Fragen sie Ortsansässige/Passanten und bitten um Hilfe bei der Ortsbestimmung. Hier gilt: Je genauer die Ortsangabe, desto weniger Zeit verbringen die Einsatzkräfte mit dem Suchen nach der Einsatzstelle.
  • Wie viele Verletzte/ Erkrankte
    Bitte teilen Sie möglichst genau die Anzahl der Verletzten/Erkrankten mit, bei größeren Unfällen reicht eine wohl überlegte Schätzung aus.
    Bitte über- oder untertreiben Sie nicht.
    Bitte nennen Sie auch die Art der Verletzung oder Erkrankung, damit evtl. weitere geeignete Einsatzmittel gleich mitentsandt werden können.
  • Wer meldet
  • Nennen Sie bitte ihren Name und eine Rückrufnummer für Nachfragen und falls möglich bleiben Sie in Reichweite dieses Apparates. Erwarten Sie unsere Einsatzkräfte zwecks gezielter Einweisung. Erste Hilfe und Eigenschutz gehen aber in jedem Fall vor.
  • Warten
    Warten Sie auf Rückfragen der Leitstelle bevor Sie auflegen!
    Bitte denken Sie daran, daß jede fehlende Angabe im Einzelfall das Eintreffen der Einsatzkräfte verzögern und somit u.U. über Leben und Tod endscheiden kann.

 

Leisten Sie Erste Hilfe bis der Rettungsdienst eintrifft und sichern Sie die Unfall-/ Brandstelle ab. Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit!
Achten Sie gegebenenfalls darauf, dass Rettungskräfte eingewiesen werden, wenn eine Hausnummer schwer erkennbar ist oder der Zugang z. B. durch einen Hinterhof erfolgt.