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Sichern gegen Absturz

 

Inhalt:

  • Einleitung
  • Sichern bei Absturzgefahr
  • "Halten" mit Feuerwehr - Sicherheitsgurt
  • "Halten" mit Fangleine und Feuerwehr - Sicherheitsgurt
  • "Auffangen"


Bei Einsätzen in absturzgefährdeten Bereichen, dieses können z.B. sein :


1. Brandbekämpfung¦

  • ¦Kaminbrand
  • ¦Dachstuhlbrand

2. Rettung...

  • ...von Suizidenten (z.B. Brücke, Turm, Hochhaus)
  • ...von Verunfallten / Erkrankten (z.B. Kranführer)
  • ...von Verschütteten (z.B. Silo, Grube)
  • ...und bei der Selbstrettung (z.B. Ablassen / Abseilen)

3. Hilfleleistung¦

  • ¦bei Sturmschäden (z.B. Dach, Baum etc.)
  • ¦bei Einstürzen (z.B. Zugang nur von oben)


, ist es zwingend erforderrlich einen Absturz zu vermeiden, da ein Absturz auf Grund der möglichen Sturzhöhe zu Verletzungen bis hin zum Tod führen kann

Die hier aufgeführten Sicherungsmaßnahmen beziehen sich auf Arbeiten die nicht frei hängend im Seil ausheführt werden. Diese sind Aufgabe der Höhenrettung.


Praktisches Beispiel: Verletzter Kranfahrer in Kabine.

Ausgerüstet mit Absturzsicherung zu Ihm hin, ihn sichern und versorgen. Kann der Kranfahrer nicht selbstständig absteigen und muß frei hängend abgeseilt werden, sollten speziell ausgebildete Höhenretter hinzugezogen werden. Denn

Hier ist die Grenze der Absturzsicherung...

...und der Bereich Höhenrettung beginnt.


Die Höhenrettung unterscheidet sich von der Absturzsicherung wesentlich im Ausbildungsumfang, der Ausrüstung sowie bei den Methoden und Anwendungsbereichen. Freies Hängen im Seil (ab- und aufseilen, etc) also nur mit Sonderausbildung zum Höhenretter.

Sichern bei Absturzgefahr

Beim Sichern von Personen ist grundsätzlich zwischen žAuffangenž und žHaltenž zu unterscheiden:

 


Auffangen

Auffangen ist die Sicherung von Einsatzkräften, die Tätigkeiten in absturzgefährdeten Bereichen ausführen müssen, bei denen ein freier Fall nicht ausgeschlossen ist. Diese Gefahr besteht immer dann, wenn die sichernde Einsatzkraft keinen Standort lotrecht über der/ dem zu sichernden Feuerwehrangehörigen einnehmen kann, der Anschlagpunkt des Sicherungsseiles sich seitlich oder unterhalb der/ des zu Sichernden befindet und/ oder eine ständig straffe Seilführung nicht gewährleistet ist.


Achtung:

Zum "Auffangen" sind Feuerwehr-Haltegurt und Feuerwehrleine nicht geeignet, da im Falle eines Absturzes unter vorgenannten Bedingungen schwere, möglicherweise tödliche Verletzungen drohen (Klappmesser-Effekt)!

Zum "Auffangen" dürfen als Absturzsicherung nur geeignete und zugelassene Auffanggurte in Verbindung mit Spezialseilen (Kernmantel-Dynamikseile) und ggf. Falldämpfern eingesetzt werden.

Hinweis: Gerät zum "Auffangen" ( Gerätesatz Absturzsicherung) gehört zur Normbeladung des RW 2! Beim Einsatz sind die Hinweise des Herstellers zu beachten!


"Halten"

"Halten" ist die Sicherung von gefährdeten Personen und Einsatzkräften mit dem Ziel, einen Absturz auszuschließen. Das heißt, die gesicherte Person wird bei einem Abrutschen von ihrer Standfläche auf geeignete Weise sofort so gehalten, daß sie nicht abstürzen oder weiterrutschen kann.

Hierfür sind zwei Verfahren möglich:


"Halten" mit Feuerwehr-Haltegurt

Der Feuerwehrangehörige sichert sich mit dem Sicherungsseil seines Feuerwehr-Haltegurt an einem geeigneten Anschlagpunkt. Dabei können zum Einklinken des Sicherungsseiles sowohl eine, als auch beide Fangösen des Gurtes benutzt werden.


"Halten" mit Feuerwehrleine und Feuerwehr-Haltegurt

Die gefährdete Person/ Einsatzkraft wird im Rettungsbund mittels Feuerwehrleine und Feuerwehr-Haltegurt, wie in der Einsatz- und Ausbildungsanleitung "Grundtätigkeiten - Löscheinsatz und Rettung" beschrieben, gesichert.

Wichtiger Hinweis:

Das "Halten" im vorgenannten Sinne ist jedoch nur möglich, wenn die sichernde Einsatzkraft einen Standort lotrecht oberhalb der zu sichernden Person einnehmen kann und eine ständig straffe Seilführung gewährleistet ist!


Eine erfolgreiche Sicherung der Einsatzkraft kann durch das Zurückhalten von der Absturzkante errreicht werden. Das Vorgehen ist ähnlich dem Vorgehen bei "Halten mit Feuerwehrleine und Feuerwehr-Haltegurt" , jedoch ist die Seillänge so ausgelegt und fixiert das die Einsatzkraft nicht bis zur Absturzkante vordringen kann. Als Daumenregel kann man sagen: 2 m vor einer Absturzkannte ist der Bewegungsraum der Einsatzkraft begrenzt.

Es gibt eine einzige Ausnahme für ein freies Hängen der Einsatzkraft in der Feuerwehrleine: Die Selbstrettung (Lebensgefahr im Verzug, kein anderer Rückzug möglich). Auch dieses ist in der Einsatz- und Ausbildungsanleitung "Grundtätigkeiten - Löscheinsatz und Rettung" beschrieben